Was uns verbindet ist der Wunsch nach einer stabilen, vielfältigen, sich wertschätzenden Gemeinschaft von ca. 10 – 15 Menschen, die
- das Selbstverständnis des Kommuja-Netzwerks teilt.
- und als Gruppe vielfältig und auf verschiedenen Ebenen aktiv ist und Einfluss nimmt, um dazu beizutragen, die Welt besser zu machen bzw. – realistischer – wenigstens Verschlimmerungen entgegenzuwirken.
Statt dass wir uns individuell aufreiben oder unter (moralischem) Druck fühlen, wollen wir gemeinsam schauen, wie wir unsere Neigungen, Kompetenzen und Fähigkeiten so kombinieren, dass wir uns etwa gegen die Klimakrise und ihre Folgen, gegen Kapitalismus und seine Folgen, gegen Diskriminierungen und Ausgrenzungen engagieren und für Zugänge zu wichtigen Ressourcen für alle Menschen, für Freiheitsrechte und gute Lebensbedingungen für alle, für Umweltschutz und Klimagerechtigkeit …
Dazu kommen die individuellen Themen und Schwerpunkte der Einzelnen.
- Wir wollen uns viel Zeit schenken – zum Zuhören, Empathie entwickeln, Reflektieren, Verstehen und Verändern.
- Wir wollen unsere Ressourcen (Wissen, Eigentum, Zugänge,…) teilen,
- wollen bereit sein, eigene Bedürfnisse im Kontext anderer zu betrachten,
- und uns bewusst damit befassen, Konzepte wie Tausch- und Eigentumslogik, „Gut/Böse“, „richtig/falsch“, „Schuld“ und „unterschiedlichen Wertigkeiten von Menschen” loszulassen…
- stattdessen unsere Selbst- und sozialen Kompetenzen zu erweitern, etwa Achtsamkeit, Gelassenheit, Ehrlichkeit, Vertrauen und Nachsicht zu kultivieren, sowie auch eine gewisse Zuversicht.
Wir werden uns verändern. 🙂 YEEAAAYYY!
Und wir werden einander Freiheit schenken, denn: Wir können nur tun, was wir uns vorstellen können. Im Kontakt mit anderen erfahren wir immer wieder, wie wir etwas auch (ganz) anders betrachten oder machen könnten, und haben dann neue Wahlmöglichkeiten – weitermachen wie bisher oder übernehmen, was besser gefällt, oder wozu es inspiriert hat. So können wir alle weiter erforschen, wie wir sein möchten, und uns entfalten. – Je diverser die Gruppe, desto besser!
Selbstbestimmung in Handeln und Lebensführung wünschen wir uns zusammen gedacht mit Verantwortung und gut Sorge tragen für sich selbst, für andere Individuen und für die Gesellschaft/Umwelt als Ganzes. Wir üben das…
Es ist uns auch wichtig, als Gemeinschaft vielfältig vernetzt zu sein, um wiederum mit anderen Gruppen inspirierenden Austausch, gegenseitige Unterstützung und Kooperationen gestalten zu können.
Zahlreiche Initiativen, Organisationen und Projekte der Region Kassel / Göttingen / Witzenhausen / Eschwege bieten mit ihren Veranstaltungen, Workshops und Seminaren ein breites Spektrum an Anknüpfungsmöglichkeiten für unsere Interessen und Aktivitäten außerhalb des Schwalbenthals.
Aber auch mit den anderen Dorfbewohner:innen wollen wir möglichst in lebhaften Kontakt treten. Einige von ihnen sind recht sympathisch, wie wir schon bemerkt haben 🙂 und abgesehen davon ist es uns wichtig, zu weniger Berührungsängsten und Ablehnung gegenüber unbekannten Menschen, solidarischerem Denken und Handeln und nachhaltigeren Lebensweisen beizutragen… Da haben wir Ideen in Richtung Erzähl- /Geschichten- und Themenabende, Film- und Diskussionsabende, Spiel- und Kennenlernevents, Kabarett und Konzerte etc. im Café.
All diese Ziele scheinen hoch gesteckt und wahrscheinlich werden nicht alle Wünsche erreichbar sein. Es ist uns wichtig, uns deshalb nicht gegenseitig runter zu machen oder die Gruppe zu zerlegen! Deshalb suchen wir Menschen, die die hier beschriebenen Werte und Orientierungen als Schnittmenge teilen – damit wir uns darüber schon mal einig sind.
